Hochspannungskaskade

Eine Hochspannungskaskade, oder auch Cockroft Walton Voltage Multiplier genannt, besteht aus Hochspannungskondensatoren und Hochspannungsdioden. Diese kann aus einer relativ geringen Wechselspannung von einigen 100Volt bis auf mehreren kilovolt, eine sehr hohe Gleichspannung von bis zu über 100kV erzeugen. Die Halbwellen der Wechselspannung am Eingang laden bei jeder Umkehrung einen weiteren Kondensator des Spannungsvervielfachers auf, bis die gesammte Ladung aller Kondensatoren am Ende der Kaskade angelangt ist und ein Blitz die Funkenstrecke durchschlägt. Der Prozess wiederholt sich, solange die Kaskade belastet ist, sonst bleibt die Ladung am Ausgang "stehen" bis wieder ein Blitz springt. Je mehr Stufen die Kaskade hat, desto länger braucht es, bis die gesammte Ladung an die letzte Stufe angelangt ist, da sich eine grössere Anzahl Kondensatoren aufladen müssen. Die Frequenz der Wechselspannung am Eingang spielt auch eine entscheidende Rolle; Bei hoher Frequenz (z.B aus einem Zeilentrafo) wird es öfter Blitzentladungen geben als bei niedriger Frequenz (z.B vom Netz). Für die Ausgangsspannung gilt folgende Regel: Eingangsspannung (Scheitelspannung) mal Anzahl ''n'' der Dioden.


Kaskaden aus Farbfernsehern



Solche Kaskaden kamen früher in grösseren Farbfernsehern zum Einsatz. Der Zeilentrafo lieferte eine hohe Wechselspannung von 8-10kV, die danach über die Kaskade auf 24-30kV verdreifacht wurde.